Die Australische Marine Sicherheitsbehörde (AMSA) hat ihren Nationalen Plan zur Einhaltung von Normen für 2026-2027 veröffentlicht, der einen risikoorientierten Ansatz zur Verbesserung der Sicherheit auf See, zur Stärkung der Einhaltung von Normen und zum Schutz der Seeleute in der australischen Schifffahrtsbranche darlegt.
Im Plan wird dargelegt, wie AMSA in den nächsten 12 Monaten auf hochriskante Bereiche abzielen wird, einschließlich der Durchführung von mindestens 2400 Inspektionen zur Kontrolle ausländischer Schiffe und 2300 Inspektionen auf inländischen Handelsschiffen.
Dieser Plan ist eine Reaktion auf die Meldung von 46 schweren Verletzungen von Besatzungsmitgliedern auf regulierten australischen Schiffen und ausländischen Schiffen im Jahr 2025. Obwohl diese Zahl geringer ist als im Jahr 2024, unterstreicht das fortwährende Auftreten schwerer Verletzungen die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen im Bereich Arbeitsschutz und Sicherheit, Management von Ermüdung der Besatzung, Implementierung von Sicherheitsmanagementsystemen und elektrischer Sicherheit.
Erstmals hat sich AMSA verpflichtet, 15 Inspektionen im Rahmen des Gesetzes über Arbeitsschutz und Sicherheit auf See (OHS(MI) Act) von 1993 durchzuführen, was ihr Augenmerk auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen auf See unterstreicht.
„Unser Fokus für 2026-2027 ist klar: sicherere Schiffe, sicherere Operationen und sicherere Arbeitsbedingungen für die Menschen, die die Arbeit der australischen Schifffahrtsbranche unterstützen“, erklärte AMSA.
Die Behörde stellte auch fest, dass der Plan ihre Nulltoleranz gegenüber Verstößen gegen die Konvention über die Arbeit in der Seeschifffahrt in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden der Seeleute stärkt und die Einhaltung der Verpflichtungen der maritimen Arbeitgeber gemäß australischem und internationalem Recht sicherstellt.