Laut BIMCO wurde auf dem letzten Treffen der Offenen Arbeitsgruppe zur Basis-Konvention (OEWG), das vom 23. bis 26. Juni stattfand, ein weiterer Fortschritt bei den Bemühungen um die Klarstellung des internationalen Rechtsrahmens zur Regulierung der Schiffsverwertung erzielt, obwohl die Delegierten keine endgültigen Schlussfolgerungen zu mehreren zentralen Umsetzungsfragen erzielen konnten.
Die Diskussionen konzentrierten sich auf das Verhältnis zwischen der Basis-Konvention und der Hongkonger internationalen Konvention über sichere und umweltfreundliche Schiffsverwertung (HKC). Die Parteien unterstützten nicht die gleichzeitige Anwendung beider Konventionen auf außer Betrieb genommene Schiffe, was viele Branchenvertreter als wichtigen Schritt zur Verringerung regulatorischer Überschneidungen ansehen.
Die Vermeidung einer doppelten Regulierungsstruktur wird als erheblich angesehen, da sich überschneidende Anforderungen rechtliche Unsicherheiten, operationale Ineffizienzen und zusätzliche Compliance-Belastungen für Schiffsbesitzer und Verwertungsunternehmen schaffen können.
Obwohl weitgehende Einigkeit darüber besteht, dass eine größere rechtliche Klarheit erforderlich ist, konnten die Delegierten keinen Konsens darüber erzielen, wie die sich überschneidenden Verpflichtungen zwischen den beiden Konventionen in der Praxis umgesetzt werden sollten.
Das Inkrafttreten der HKC wurde als wichtiger Schritt für den globalen Sektor der Schiffsverwertung beschrieben, der den ersten umfassenden internationalen Rechtsrahmen festlegt, der speziell für Schiffe entwickelt wurde. Dennoch wirft die fortdauernde Anwendung der Basis-Konvention, die ursprünglich zur Regulierung des grenzüberschreitenden Transports gefährlicher Abfälle entwickelt wurde, weiterhin rechtliche und praktische Fragen auf, wenn sie auf international handelnde Schiffe angewendet wird.
Da die Schiffsverwertung ein globaler Sektor ist, fordern die Interessengruppen weiterhin eine harmonisierte und vorhersehbare Regulierungsbasis, die sichere, umweltfreundliche und effiziente Verwertungspraktiken unterstützt.
Die Delegationen wiesen auf mehrere ungelöste Fragen hin, die einer weiteren Klärung bedürfen, darunter:
- Einfluss auf die Einhaltung von Regulierungsnormen;
- Anwendung der Normen und deren Durchsetzung;
- Fähigkeiten der Schiffsbesitzer zur Verwertung von Schiffen an autorisierten Standorten in den HKC-Mitgliedstaaten.
Der Sektor der Schiffsverwertung hat in den letzten Jahren erhebliche Veränderungen durchlaufen, viele Unternehmen, insbesondere in Südasien, haben die Infrastruktur und die Arbeitsstandards gemäß den Anforderungen der HKC modernisiert.
Transparenz, externe Überprüfung und verbesserte Sicherheits- und Umweltpraktiken werden zunehmend zur Norm. Es ist wichtig, dass regulatorische Änderungen diesen Fortschritt unterstützen und nicht untergraben.
Die Interessengruppen setzen sich weiterhin für Maßnahmen ein, die:
- Eine sichere Verwertung fördern;
- Die Einhaltung von Normen erleichtern;
- Vorhersehbarkeit des regulatorischen Umfelds gewährleisten.
Erwartet wird, dass die Diskussionen zwischen Regierungen, internationalen Organisationen und Branchenvertretern fortgesetzt werden, während man auf eine kohärentere globale Regulierungsbasis hinarbeitet.