Der japanische Verkehrsminister Yasuki Kaneoko hat die erste Phase der staatlichen Unterstützung für die Schiffbauindustrie Japans im Rahmen eines ehrgeizigen Programms zu ihrer Expansion und Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit vorgestellt. In der Mitteilung wurde festgestellt, dass der Schiffbau zu den 17 prioritären Bereichen der Wachstumsstrategie der Wirtschaft gehört.
Kontext: Rückgang von Volumen und Marktanteil
- Japan war zuvor einer der Weltführer im Schiffbau, doch sein Anteil sank angesichts der günstigeren Konkurrenz aus Südkorea und China.
- Nach Angaben der Japan Ship Exporters’ Association (JSEA) wurden 2025 186 Schiffe im Wert von fast 9 Mio. Bruttoregistertonnen bestellt, was 16,5 % weniger ist als im Jahr 2024.
- Die Exportauslieferungen im gleichen Zeitraum beliefen sich auf 191 Schiffe mit 8,32 Mio. Bruttoregistertonnen.
- Der japanische Anteil am weltweiten Auftragsmarkt wird auf etwa 9 % geschätzt.
Kaneoko betonte, dass das Wiederbelebungsprogramm der Branche erst am Anfang steht: „Die Wiederbelebung des japanischen Schiffbaus tritt nun endlich in die aktive Phase ein.“
Kern der ersten Investitionsphase
Staat und Unternehmen haben einen schrittweisen Umsetzungsplan ausgearbeitet, dessen Gesamtvolumen in Form einer Public-Private-Partnership bis zu 1 Billion Yen (etwa 6,4 Mrd. US-Dollar) erreichen kann. In der ersten Phase wurde ein erstes Investitionspaket für drei Unternehmen ausgewählt:
- Imabari Shipbuilding (einschließlich des Tochterwerftkomplexes Tadotsu) — der größte Teil der Unterstützung: bis zu 114 Mrd. Yen an Zuschüssen, geschätzt etwa 729 Mio. US-Dollar.
- Japan Marine United (JMU) — bis zu 49,4 Mrd. Yen (bis zu 316 Mio. US-Dollar).
- Namura Shipbuilding und die Tochtergesellschaft Hakodate Dock Co. — bis zu 49,9 Mrd. Yen.
Das Gesamtvolumen der ersten Tranche für die drei Investitionen beträgt 600 Mrd. Yen (etwa 3,8 Mrd. US-Dollar), davon plant der Staat, rund 1,4 Mrd. US-Dollar bereitzustellen.
Zweck der Mittelverwendung
Die Investitionen sind für den Ausbau und die Modernisierung der Produktionskapazitäten vorgesehen. Darüber hinaus liegt ein Fokus auf der Entwicklung fortschrittlicher Technologien für die nächste Generation von Seetransporten. Kaneoko betonte, dass dies nur der Anfang sei und dass „diese drei Projekte“ nur einen Teil der zahlreichen Anträge widerspiegeln, die von verschiedenen Unternehmen der Branche eingereicht wurden.