Die Washington State Ferries (WSF) haben nach mehreren Jahren Vorarbeit offiziell mit dem Bau einer Serie neuer hybrid-elektrischer Fähren begonnen. Die Stahlschnitt-Zeremonie fand bei der Werft Eastern Shipbuilding Group in Florida statt.
Was beschlossen wurde
WSF bestellt bei Eastern drei Schiffe mit einer Kapazität von jeweils 160 Autos und hat durch den Beschluss zur Beschaffung einer zusätzlichen Linie die Serie um eine zusätzliche Variante erweitert (eine zusätzliche Bestellung, die nun umgesetzt wird).
Worte der Führung und Bedeutung dieses Schritts
Wie David Source, der Leiter des Elektrifizierungsprogramms der WSF, erläuterte, ist dies der erste Fährenbau in Washington seit zehn Jahren. Er erklärte, nach der Rückkehr des lokalen Personenverkehrs zur vollständigen Inlandsfertigung sei der Projektstart ein wichtiger Schritt zur Wiederherstellung der Flotte.
Laut WSF ist der Stahlschnitt nur der erste Schritt in einem langen Fertigungszyklus: Die ersten Schiffe sollen ab 2030 in Betrieb gehen.
Warum das für die Fährflotte wichtig ist
Die bestehende Flotte der WSF ist veraltet: mehr als die Hälfte der 21 aktiven Fähren ist bereits älter als 40 Jahre. Dadurch steigen die Zuverlässigkeitsprobleme. Die Behörde verbindet die Modernisierung der Flotte nicht nur mit der Kapazitätserweiterung und technischer Erneuerung, sondern auch mit den Vorteilen der Elektrifizierung.
WSF kündigte außerdem an, bis 2040 den Bau und die Beschaffung von bis zu 16 neuen Schiffen abzuschließen.
Warum nicht in Washington gebaut
Die Entscheidung, außerhalb des Bundesstaats bauen zu lassen, hat vor Ort für Unstimmigkeiten gesorgt. Zuvor wurden Aufträge in Washington vergeben. Laut dem Büro des Gouverneurs lag das einzige lokale Angebot für drei Fähren bei 1,51 Milliarden US-Dollar – etwa 200 Millionen US-Dollar über dem im Projektbudget vorgesehenen Betrag.
Das Angebot von Eastern war etwa 360 Millionen US-Dollar günstiger. Daher entschied sich der Staat für die wirtschaftlichere Variante. Die erwartete Ersparnis soll für die Finanzierung einer vierten Fähre genutzt werden; dabei betonte man, dass alle Mittel für Reparaturen an Fähren weiterhin an die lokalen Werften fließen.
Früheres Konzept und dessen Beendigung
Der ursprüngliche Plan von 2019 sah den Bau von fünf Fähren für 144 Autos und die Auslieferung mit Beteiligung der lokalen Werft Vigor Industrial vor. Die Lieferungen sollten ursprünglich noch in diesem Jahrzehnt erfolgen, doch das Programm wurde 2022 eingestellt, als die Kostenschätzung für ein einzelnes Schiff höher ausfiel als von der Landesregierung erwartet.