Nach Angaben von SAFETY4SEA wird betont, dass Seeleute das Fundament der globalen Seeschifffahrt sind, indem sie deren Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit gewährleisten. Dennoch ist das Problem des mentalen Wohlbefindens in der Branche trotz wachsender Aufmerksamkeit noch nicht vollständig gelöst.
Welche Faktoren den Zustand der Besatzung beeinflussen
Der Artikel nennt mehrere Faktoren, die sich besonders auf den psychischen Zustand von Menschen an Bord auswirken: lang andauernde Abwesenheit von zu Hause, Isolation, Erschöpfung, hohe betriebliche Belastung und ein multikulturelles Arbeitsumfeld. Diese Bedingungen bleiben weiterhin bedeutende Stressquellen.
Was die Umfrage SEAFiT 2025 zeigte
- Der Fragebogen erfasste mehr als 20.000 Seeleute.
- Mentales Wohlbefinden wurde als einer der schwächsten Bereiche im Wohlfühlsystem der Besatzungen genannt.
- Die Befragten nannten Barrieren: eingeschränkten Zugang zu Unterstützung, zu wenig praktische Informationen zu Bewältigungsstrategien und zu wenige Möglichkeiten für Ruhe und Erholung an Bord.
Warum das für die Sicherheit wichtig ist
Die Autoren betonen, dass der psychische Zustand direkt mit dem täglichen Arbeitsumfeld verbunden ist. Zugang zu sozialem Austausch, Erholung, Regeneration und unterstützenden Beziehungen wird als zentraler Baustein für die Resilienz von Seeleuten auf See betrachtet.
Es geht nicht nur um das persönliche Wohlbefinden. Davon hängen die Sicherheit des Schiffes, die Qualität der Abläufe, die Bindung der Besatzung und die langfristige Nachhaltigkeit der Schifffahrt insgesamt ab. Körperliches und mentales Wohlbefinden sind zudem miteinander verknüpft: Müdigkeit, Stress, Isolation und geringe soziale Kohäsion verringern Konzentration, Entscheidungsqualität, Situationsbewusstsein und Teamarbeit.
Welchen Ansatz Unternehmen vorschlagen
In der Veröffentlichung wird hervorgehoben, dass Bewusstsein allein nicht ausreicht: Seeleute und Reeder brauchen praktische Werkzeuge und Unterstützung, die in den täglichen Prozess integriert sind. Es wird darauf hingewiesen, dass mentales Wohlbefinden systematisch zu steuern ist, ebenso wie andere operative Risiken.
In diesem Kontext bietet NorthStandard das Rahmenwerk My Mind Matters at Sea, das auf fünf miteinander verknüpften Bausteinen basiert: Bewusstsein, Kompetenzen, Unterstützung, Umfeld und Führung. Das Programm soll bestehende Sicherheitsmanagementsysteme stärken.
Praktische Unterstützung für die Besatzung
Außerdem wird eine Partnerschaft mit der Sailors’ Society beschrieben, die Zugang zu der Schulung Sea Mate ermöglicht. Das Programm ist auf das maritime Umfeld ausgerichtet und hilft dabei, Stressanzeichen zu erkennen, unterstützende Gespräche zu führen und zu verstehen, wann und wie Warnsignale weitergegeben werden sollten.
Die Autoren betonen: Niemand sollte Schwierigkeiten allein bewältigen müssen. Die Idee der Initiative ist, dass Crewmitglieder einander unterstützen und rechtzeitig handeln, sodass an Bord ein stärker gegenseitiges Unterstützungsumfeld entsteht.
Wer sollte mitmachen
Der Beitrag schließt mit der Aussage, dass die Aufgabe nicht von einer einzigen Organisation gelöst werden kann. Zur Verbesserung des mentalen Wohlbefindens sind gemeinsame Anstrengungen von Reedereien, Managern, Versicherern, Wohltätigkeitsorganisationen, Regulierungsbehörden und den Seeleuten selbst erforderlich.