Das Unternehmen Delfin Midstream hat einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des ersten schwimmenden Terminals für den Export von Flüssigerdgas (LNG) in den USA erreicht und die endgültige Investitionsentscheidung (FID) für das erste schwimmende LNG-Schiff bekannt gegeben, das vor der Küste von Louisiana eingesetzt werden soll.
Das Projekt, das von GIP von BlackRock, MOL und Vitol unterstützt wird, wird nicht nur das erste schwimmende LNG-Exportterminal in den Gewässern der USA sein, sondern auch das größte FLNG-Projekt der Welt. Delfin FLNG 1 wird eine Exportkapazität von 4,4 Millionen Tonnen pro Jahr haben.
Die Entscheidung eröffnet die Möglichkeit für Investitionen in Höhe von etwa 5 Milliarden Dollar für die erste Phase des Projekts und wurde etwas mehr als ein Jahr nach der Genehmigung durch die Bundesbehörden für die Entwicklung getroffen.
Der CEO von Delfin, Dudley Poston, bemerkte, dass die Erlangung der FID für das erste FLNG-Schiff ein bedeutendes Ereignis nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die globale Energiesicherheit ist. Er fügte hinzu, dass das Projekt den Export von Energie aus den USA unterstützen und das sogenannte „Energie- und maritimes Überlegenheitskonzept“ Amerikas vorantreiben wird.
Das Projekt, das seit über zehn Jahren in Entwicklung ist, erhielt im März 2025 eine Lizenz für einen Tiefwasserhafen von der US-Marineverwaltung und wurde damit zum ersten genehmigten LNG-Exportterminal auf See in der Geschichte des Landes. Es befindet sich etwa 40 Meilen vor der Küste von Louisiana und hat die Genehmigung erhalten, bis zu drei FLNG-Schiffe mit einer Gesamtexportkapazität von 13,2 Millionen Tonnen pro Jahr zu nutzen.
Im Gegensatz zu traditionellen landgestützten Exportterminals basiert die Entwicklung von Delfin auf schwimmenden Verflüssigungsanlagen, die mit der bestehenden Infrastruktur von Unterwasser-Pipelines verbunden sind, was den Bedarf an erheblichem neuen Bau an Land verringert.
Das erste Schiff wird durch langfristige LNG-Verkaufsverträge mit mehreren großen Energieunternehmen, darunter Vitol, Expand Energy, Centrica und Gunvor, unterstützt. Das Unternehmen hat auch Bauverträge mit Samsung Heavy Industries und Black & Veatch abgeschlossen.
Der Präsident und CEO von MOL, Jotaro Tamura, erklärte, dass der japanische Schifffahrtsgigant beabsichtigt, seine Erfahrung im Bereich Offshore- und schwimmender Anlagen zur Unterstützung des Projekts zu nutzen.