Die US-Administration hat einen umfassenden Plan zur Wiederherstellung des amerikanischen Schiffbaus veröffentlicht, der den Namen „Maritimer Aktionsplan“ (America’s Maritime Action Plan) trägt. Das Dokument zielt darauf ab, die Branche durch die Finanzierung auf der Grundlage von Hafenabgaben und die Schaffung von Bedingungen für Investitionen wiederzubeleben.
Schlüsselmaßnahmen des Plans
Der über 30 Seiten umfassende Plan bietet eine Roadmap zur Stärkung der Schiffbauindustrie. Zu den wichtigsten Initiativen gehören:
- Die Schaffung von „Maritimen Wohlstandsgebieten“ zur Anwerbung von Investitionen in die Branche.
- Die Reform des Systems der beruflichen Ausbildung.
- Die Erweiterung der Flotte von Handelsschiffen unter amerikanischer Flagge.
- Die Reduzierung regulatorischer Hürden zur Beschleunigung des Baus.
Die Finanzierung ist teilweise durch Hafenabgaben von Schiffen chinesischer Bauart vorgesehen. Zu Beginn des Jahres 2025 kündigten die USA die Einführung solcher Abgaben an, die jährlich etwa 3,2 Milliarden Dollar einbringen sollen. Ihre Erhebung wurde jedoch aufgrund einer Vereinbarung mit China ausgesetzt.
Bildung eines Zielfonds
Ein separater Punkt des Plans ist die Schaffung eines Zielfonds für maritime Sicherheit, der die Einnahmen aus den Abgaben bündelt. Vertreter der Schiffbauindustrie und Investoren begrüßten das Dokument am 13. Februar 2026, trotz der Verzögerung bei seiner Veröffentlichung.
Der Plan legt auch einen Schwerpunkt auf die Arktis: die Erweiterung der Eisbrecherflotte der US-Küstenwache, die Verbesserung der Hafeninfrastruktur und die Koordination mit Verbündeten für eine nachhaltige Präsenz in der Region.
| Zeitraum | Hauptziele |
|---|
| 2026–2030 | Erhöhung der Investitionen, Bau neuer Schiffe |
| Nach 2030 | Erreichung von 355 Kampfschiffen der Marine bis zu den 2030er Jahren |
Das Dokument könnte die globalen Lieferketten für Schiffe beeinflussen und den Bau sowie den Zugang zu neuen Tonnagen für Kreuzfahrtunternehmen und Schiffseigner betreffen.