DHL Global Forwarding hat eine Prognose veröffentlicht, wonach die Kapazität der globalen Containerflotte im Jahr 2026 um 3% steigen wird. Dieser Wert liegt fast halb so niedrig wie der langfristige Durchschnitt von etwa 6%[1][2].
Ursachen für das verlangsamte Wachstum
Die Verlangsamung des Wachstums wird durch Überlastungen in den Häfen und anhaltende Umfahrungen des Suezkanals erklärt, die das effektive Angebot der Flotte einschränken. Die nominelle Kapazität der Flotte wird für 2026 mit einem Wachstum von 4% prognostiziert, verglichen mit 7% im Jahr 2025[1][2].
Eine mögliche Wiederaufnahme des Verkehrs durch den Suezkanal könnte die Containertransporte in der Richtung Asien – Europa unterstützen und die effektive Kapazität der Flotte verbessern. Experten von DHL prognostizieren jedoch, dass der Markt im Jahr 2026 angespannt bleiben wird[1][2].
Entwicklung der Frachtraten und Auslastung
DHL erwartet einen Rückgang der Frachtraten zu Beginn des Sommers 2026 nach einem Anstieg vor dem chinesischen Neujahr. Die Futures-Indikatoren deuten auf eine Rückkehr zu den Niveaus der zweiten Hälfte des Jahres 2025 hin, jedoch wird die Volatilität das ganze Jahr über bestehen bleiben[1][2].
- Die Auslastung der Schiffe in der Richtung Fernost – Westen übersteigt 90%.
- Auf transozeanischen Routen liegt sie bei etwa 88%.
- Auf den Linien Asien – Lateinamerika wird ein Handelswachstum von 1,8% bei einer Auslastung von etwa 80% prognostiziert[2].
Positive Trends im Welthandel
Die Nachfrage nach Containertransporten ist von Anfang 2025 bis November um 5% gestiegen, unterstützt durch verstärkte sekundäre Handelsströme aus Asien. Der internationale Warenhandel ist im Vergleich zum Niveau vor der Pandemie um 10% gestiegen[1][6].
Die Wachstumstreiber sind die Länder Südost- und Südasien: Vietnam, Indien und die Philippinen, wo bis 2026 ein erhebliches Exportwachstum aufgrund der Diversifizierung von Lieferketten und der Strategien „China+1“ prognostiziert wird[1][3][6].
Diese Prognose wird Schiffseignern und großen Logistikunternehmen helfen, ihre Betriebsstrategien an die erwarteten Herausforderungen und Möglichkeiten im Jahr 2026 anzupassen[3].