Gewerkschaften der Dockarbeiter aus 21 Mittelmeerhäfen bereiten am 6. Februar 2026 einen allgemeinen Streik vor, um gegen die Nutzung der Häfen für militärische Logistik und Waffenlieferungen zu protestieren.
Umfang der Aktion und Teilnehmer
Die Aktion wird 24 Stunden dauern und die italienischen Häfen Genua, Livorno, Triest, Ravenna, Ancona, Civitavecchia, Salerno, Bari, Crotone, Palermo und Cagliari sowie die Häfen Piräus und Elefsina in Griechenland, Bilbao und Pasajes/San Sebastián im Baskenland, Mersin in der Türkei und Tanger in Marokko betreffen. Initiator ist die italienische Gewerkschaft Unione Sindacale di Base (USB), der sich die griechische ENEDEP, LAB aus dem Baskenland, die türkische Liman-İş und die marokkanische ODT angeschlossen haben.
Ziele des Protests
Die Organisatoren positionieren den Streik als Verweigerung der Mitwirkung an militärischen Aktionen, einschließlich der Blockade von Waffenlieferungen, auch nach Israel. Die Dockarbeiter erklären, dass sie nicht für den Krieg und die Militarisierung der Wirtschaft arbeiten wollen, die soziale Garantien untergräbt. Der Vertreter der USB, Francesco Staccholi, betonte: Ohne Widerstand gegen den Krieg ist der Kampf für Arbeitsrechte sinnlos. Kollegen aus Piräus fügten hinzu, dass die Häfen ein Barrier für die Eskalation von Konflikten sein sollten.
- Der Streik wird sich von Tanger bis Mersin erstrecken.
- Es sind Arbeitsstopps und Demonstrationen geplant.
- Unterstützung kam von Gewerkschaften aus Deutschland, Brasilien, den USA und Venezuela.
Frühere europäische Hafen-Gewerkschaften blockierten bereits NATO-Ladungen in Italien. Die Firma Kuehne+Nagel warnt ihre Kunden vor möglichen Verzögerungen. Die Auswirkungen auf maritime Operationen außerhalb Italiens sind bisher unklar.