Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation hat die Standards für Lastaufnahmeeinrichtungen, Ankergeräte und Elektronik erweitert
Ab dem 1. Januar 2026 tritt ein Gesamtpaket von Änderungen an den IMO-Konventionen in Kraft, das neue Anforderungen an das Design, den Betrieb und die Kontrolle von Schiffsgeräten festlegt[4][6][9].
Ankerwinden und Lastaufnahmeeinrichtungen
Die IMO führt verbindliche Sicherheitsanforderungen für Ankerwinden und damit verbundene Ausrüstungen ein, die in Regel SOLAS II-1/3-13 verankert sind[4]. Die neuen Normen gelten für Schiffe, die in der Lage sind, Anker von maritimen und submarinen Anlagen zu setzen, zu bewegen und zu heben, einschließlich Schleppern und Offshore-Service-Schiffen[4].
Für Neubauten gelten die Anforderungen sofort bei der Übergabe ab dem 1. Januar 2026[4]. Für die bestehende Flotte erfolgt der Übergang zu den neuen Kontrollverfahren in der Regel bei der ersten planmäßigen Inspektion nach diesem Datum[4]. Alle Ankerwinden, die nach dem 1. Januar 2026 installiert werden, unterliegen der obligatorischen Zertifizierung[4].
Elektronische Inklinometer auf großen Schiffen
Die IMO führt die obligatorische Installation von elektronischen Inklinometern auf neuen Containerschiffen und Bulkern mit einem Bruttoraumgehalt von über 3000 Tonnen ein[6]. Diese Änderungen sind in der Resolution MSC.532(107) und der Ergänzung des Punktes V/19.2.12 zur SOLAS-Konvention geregelt[6].
Experten sind der Meinung, dass die Einführung elektronischer Inklinometer ein logischer Schritt in Richtung Digitalisierung und Verbesserung der Sicherheit der maritimen Navigation ist, da sie einen besseren Schutz für die Besatzung, die Ladung und das Schiff gewährleisten[6].
Vorgaben für Schiffskraftstoffe
Die Anforderungen an Schiffskraftstoffe wurden verschärft, indem die Mindestzündtemperatur auf 60°C angehoben wurde[9]. Kraftstofflieferanten müssen unbedingt eine Erklärung zur Einhaltung dieser Parameter abgeben[9].
Erweiterung des Anwendungsbereichs des Polar Codes
Der Anwendungsbereich des Polar Codes wurde auf Fischereischiffe mit einer Länge von über 24 Metern und Sportboote ab 300 GT ausgeweitet[9].
Verbot von PFOS-haltigen Stoffen
Ein Verbot der Verwendung von Löschmitteln, die PFOS enthalten, wurde bei der ersten Inspektion von Schiffen nach dem 1. Januar 2026 eingeführt[9].
Vorbereitung der Schiffbauer
Schiffseignern und Designern wird empfohlen, sich bereits heute auf diese Änderungen vorzubereiten, um den neuen internationalen Standards zu entsprechen[6].