APM Terminals Panama, die Hafenabteilung des dänischen Unternehmens Maersk, hat angeboten, die vorübergehende Verwaltung von zwei wichtigen Terminals des Panamakanals — Balboa und Cristóbal — zu übernehmen.
Aufhebung der Konzession der Hongkonger Firma
Der Oberste Gerichtshof Panamas hat am 29. Januar die 25-jährige Verlängerung der Konzession, die 2021 der Panama Ports Company (PPC), einer Tochtergesellschaft des hongkongischen Konglomerats CK Hutchison Holdings, gewährt wurde, für verfassungswidrig erklärt. Der Vertrag zur Verwaltung der an den gegenüberliegenden Enden des Kanals gelegenen Terminals bestand seit 1997.[2][3][5][6]
Das Gerichtsurteil folgte auf eine Prüfung durch die Kontrollkammer Panamas, die finanzielle Unregelmäßigkeiten, unbezahlte Zahlungen und Buchhaltungsfehler aufdeckte. PPC ist mit dem Urteil nicht einverstanden und plant, in Panama und anderen Jurisdiktionen zu klagen.[6]
Die Rolle von Maersk und die Erklärungen der Behörden
Das Angebot von Maersk wurde gemacht, um die Kontinuität des Betriebs der Terminals zu gewährleisten. Der Präsident Panamas, José Raúl Mulino, bestätigte, dass die Häfen ohne Unterbrechungen weiter funktionieren werden und APM Terminals die Verwaltung für den Übergangszeitraum bis zur neuen Ausschreibung übernehmen wird.[2][3][5][7]
Die panamaische Schifffahrtsbehörde hat einen Plan zur Gewährleistung der Kontinuität der technischen Wartung aktiviert, um die Durchlässigkeit des Kanals zu erhalten.[2]
Geopolitischer Kontext
Die Aufhebung der Konzession wird mit dem Druck der USA in Verbindung gebracht, den chinesischen Einfluss in der Region zu verringern. Der Präsident der USA, Donald Trump, hat China wiederholt beschuldigt, den Kanal zu kontrollieren. Die Wahl von Maersk, dem größten Frachtführer und Inhaber von Pentagon-Verträgen, bestätigt diesen Trend.[1][3][4][5]
Früher plante CK Hutchison, die Terminals an ein Konsortium unter der Leitung von BlackRock für 22,8 Milliarden Dollar zu verkaufen, aber der Deal wurde aufgrund von Prüfungen in China verschoben. Maersk hat auch eine Eisenbahn entlang des Kanals erworben.[4][7]
China hat sich über das Urteil empört, während APM Terminals das Interesse an der vorübergehenden Verwaltung bestätigt hat.[5][7]