Risiko eines logistischen Kollapses durch Rückkehr über den Suez
Die Beratungsfirma Sea-Intelligence hat vor einem hohen Risiko von Hafenüberlastungen gewarnt, falls die Schifffahrt durch den Suezkanal wieder aufgenommen wird. Dies könnte zu erheblichen Verzögerungen und logistischen Problemen für Reeder und Kreuzfahrtunternehmen führen, die den Transit durch die Region planen.
Ursachen des Risikos
Aufgrund von Angriffen der Houthi im Roten Meer sind Containerschiffe gezwungen, den Suezkanal über den Weg um Afrika zu umfahren, was zu einem Anstieg der Zuverlässigkeit der Fahrpläne geführt hat. Laut Sea-Intelligence erreichte die globale Zuverlässigkeit im April 2025 58,7% — der Höchststand seit November 2023. Maersk führt mit einem Wert von 73,4%, gefolgt von Hapag-Lloyd (72,3%) und MSC (60,7%).
| Reeder | Zuverlässigkeit (April 2025) |
|---|
| Maersk | 73,4% |
| Hapag-Lloyd | 72,3% |
| MSC | 60,7% |
Prognose der Folgen
Die Rückkehr der Routen durch den Suez könnte Staus in den Häfen verursachen, ähnlich den Spitzenbelastungen der vergangenen Jahre. Analysten weisen darauf hin, dass das Bündnis Gemini Cooperation (Maersk und Hapag-Lloyd) mit 90,7% bei den Ankünften führend ist. Gleichzeitig bleibt die Situation im Roten Meer ein entscheidender Risikofaktor: Die Houthi haben die Angriffe eingestellt, aber die Schiffe vermeiden weiterhin den Kanal.
- Ein Anstieg des Containerumschlags im Jahr 2025 wird um ~4% erwartet (Prognose von Maersk).
- Der Gewinn der Reeder könnte um mehr als 80% aufgrund sinkender Frachtraten fallen.
- MSC wird die Flotte bis April 2026 um das 1,5-fache erhöhen, was den Wettbewerb verstärkt.
Experten von Sea-Intelligence empfehlen den Reedern, sich auf Szenarien der Wiederherstellung des Transits vorzubereiten, um Verzögerungen zu minimieren.