Die europäische Fischereiorganisation Europêche äußerte Besorgnis über potenzielle Handels- und Umweltbarrieren für importierte Fischprodukte, insbesondere aus Thailand. Die Organisation kritisiert die Verschärfung der Umweltstandards für europäische Schiffe, während Produkte aus Ländern mit weniger strengen Standards bevorzugt werden.
Nach Ansicht der Vertreter der Fischereiindustrie der EU schafft dieser Ansatz ungleiche Wettbewerbsbedingungen auf dem Binnenmarkt der Union. Europäische Fischer befürchten, dass importierte Produkte, die unter weniger strengen Umweltanforderungen hergestellt werden, die europäischen Fischprodukte vom Markt verdrängen werden.
Umweltbeschränkungen in britischen Gewässern
Zusätzliche Besorgnis erregen neue Beschränkungen in den marinen Schutzgebieten Großbritanniens. Diese Maßnahmen könnten die Arbeit europäischer Fischereischiffe erheblich erschweren, indem sie die für die Fischerei verfügbaren Gewässer einschränken und die Betriebskosten erhöhen.
Die neuen Regeln zum Schutz der Meeresumwelt werden laut Europêche ernsthafte Hindernisse für die traditionelle Fischerei im Gebiet der Nordsee und angrenzenden Regionen schaffen, in denen Schiffe aus EU-Mitgliedstaaten tätig sind.
Globale Bedeutung für die Branche
Die von Europêche angesprochenen Fragen sind von großer Bedeutung für Fischer und Meeresfachleute weltweit, da sie den internationalen Handel mit Fischprodukten und die Nachhaltigkeit der weltweiten Fischerei beeinflussen. Die Einführung asymmetrischer Handelsregeln und Umweltstandards könnte einen Präzedenzfall für andere Regionen und Branchen schaffen.
Die Fischereiindustrie der EU fordert eine Harmonisierung der Anforderungen und faire Wettbewerbsbedingungen sowohl für europäische Hersteller als auch für Importeure, um die langfristige Nachhaltigkeit der Branche zu gewährleisten.